Hamburg
Ganz ohne Namen - Firmensitz von Facebook Deutschland (Foto: Axel Schröder)
Ganz ohne Namen - Firmensitz von Facebook Deutschland (Foto: Axel Schröder)
12.08.2015

Festung Facebook – Der Versuch eines Besuchs im deutschen FB-Headquarter

Von

Letzte Woche habe ich mich auf die Suche nach Facebook gemacht. Nach einem Facebook-Angestellten, der mir helfen kann. Die Vorgeschichte: irgendwelche Facebook-Nutzer vom rechten Rand haben das Foto einer Kollegin aus dem Berliner Funkhaus auf ihrer FB-Seite veröffentlicht. Verpixelt zwar, aber als Bebilderung einer hanebüchenen, frei erfundenen Geschichte. Zwei Asylbewerber hätten ihr – meiner plötzlich angeblich leberkranke Kollegin – ihre Einkaufsgutscheine geschenkt. Das Ganze soll wie ein Zeitungsbericht aussehen. Wenig später heißt es in einem der Kommentare unter Foto und Text: das könne doch wohl nicht stimmen, die Lügenpresse hätte wieder mal zugeschlagen. Das echte Foto finde sich auf den Internetseiten des Deutschlandradios.Dieser Propaganda-Trick ist gerade sehr beliebt, um die böse Lügenpresse vorzuführen. Es gibt zahlreiche Beispiele gefakter Artikel, die dann später mit großer Geste enttarnt werden. Und immer handeln diese Fakes von „freundlichen Ausländern“, „hilfsbereiten Ausländern“, „gar nicht so schlimmen Ausländern“. Nach dem Aufklären des Fakes soll hängenbleiben: es gibt eben doch keine freundlichen, hilfsbereiten, gar nicht so schlimmen Ausländer. Und die Medien lügen.

Facebook duckt sich weg

Das Phänomen ist nicht neu: Facebook entwickelt sich immer mehr zu einem Ort, an dem sich der Hass gegen Ausländer, gegen die Politik, gegen die „Lügenpresse“ Bahn bricht. Es sind genau die Beiträge, von denen die NDR-Journalistin Anja Reschke in ihrem Appell gesprochen hat. Beiträge, die wir nicht einfach ob ihrer banalen Bösartigkeit ignorieren dürfen. Wir sollten dagegen angehen. Aber genau das ist leichter gesagt als getan, denn Facebook duckt sich weg und hat kein großes Interesse daran, menschenverachtende Kommentare von seiner Plattform zu verbannen.

Um das Foto löschen zu lassen, hatten es die Kollegen aus dem Kölner Funkhaus schon mit Facebooks „Meldefunktion“  versucht. Aber Antworten auf diese Meldung bekommt man in der Regel erst nach zwei, drei, vier Tagen. Und viele beanstandeten Fotos bleiben auch nach einer Überprüfung durch Facebook online. Schließlich, so die häufige Begründung, würden sie nicht gegen die „Gemeinschaftsstandards“ des Unternehmens verstoßen.

Auf der Suche nach Facebook

Also mache ich mich mit dem Rad auf den Weg zu Facebooks Deutschland-Zentrale in Hamburg. Eine Telefonnummer hat die Firma nicht. Und auch keine Pressestelle. Jedenfalls keine, deren Nummer man durch ein paar Mausklicks recherchieren könnte. In dieser Hinsicht sind  Unternehmen aus der Rüstungsbranche oder Atomindustrie vergleichsweise offen und vorbildlich.

Mit dem Fahrrad geht es zunächst zum Rathausmarkt 5. Diese Adresse liefert eine einfache Telefonbuchsuche via Internet. Facebook suche ich am Hamburger Rathausmarkt allerdings vergeblich. Die Sekretärin einer dort ansässigen Anwaltskanzlei versichert mir: „Sie sind nicht der Erste, der fragt. Aber Facebook hat hier nie gesessen. Nicht in den letzten zehn Jahren! Probieren Sie es mal am Großen Burstah.“ Ich gebe „Facebook“ und „Großer Burstah“ ins Suchfeld des Browsers ein. Treffer. Hausnummer 50-52. Dort angekommen, keine 300 Meter entfernt, durchsuche ich die Klingelschilder und werde fündig, klingele bei „Facebook“. Eine Frauenstimme meldet sich: „Nein, nein, Facebook ist längst umgezogen in die Caffamacherreihe!“ Na gut, auch das ist nicht weit entfernt. Und schon als Kind liebte ich Schnitzeljagden!

In der Caffamacherreihe 7 bin ich meinem Ziel dann nah. Sehr nah. Zwar finde ich auf dem großen Tableau mit den dort residierenden Firmen keinen „Facebook“-Eintrag. Aber unten vor dem Eingang ins zwölfstöckige Gebäude steht rauchend eine junge Frau in einem blauen Polo-Shirt. Einem facebookblauen Polo-Shirt mit eingesticktem weißen “f“. „Ob sie mich mit reinnehme“, frage ich in einem Ton, als würde ich dort ständig ein- und ausgehen. Den Trick kennt man ja aus dem Fernsehen, von Kommissaren oder Bösewichtern, die irgendwo hinein wollen. Und der Trick funktioniert: zusammen nehmen wir den Fahrstuhl, die Türen gleiten zu.

„Wo finde ich denn eigentlich Facebook?“, frage ich. Und ernte einen erstaunten Blick. „Haben Sie denn einen Termin?“ – „Nein. Aber ich habe ein Problem!“ Ich schildere ihr den Fall, erzähle in knappen Worten von den rechten Propagandisten. Dass sie Facebook nutzen, Urheberrechte verletzen, erfundene Geschichten über eine Kollegin dort posten. Wir kommen im 12. Stock an, die Türen gehen auf und die Facebook-Frau zuckt mit den Schultern. Leider könne sie mir nicht helfen. Aber es gäbe da eine Menü-Funktion, man müsste nur… Ich bleibe stur.

Büro hinter Milchglas und - wieder mal - ohne Namensschild (Foto: Axel Schröder)

Büro hinter Milchglas und – wieder mal – ohne Namensschild (Foto: Axel Schröder)

Immerhin stehen wir nur vier Meter von der Milchglastür der Firma entfernt, bei der ich einen Ansprechpartner für unser Problem suche. Sie wehrt ab. Ich bitte sie, meine Visitenkarte mit reinzunehmen und einem Verantwortlichen zu übergeben. Der könnte dann ja überlegen, ob ich eintreten darf. Solange  würde ich warten. Noch einmal will sie mich loswerden und willigt dann doch ein. Sie hält ihre Eingangschip vor den Kartenleser, öffnet die Tür, verschwindet hinter Milchglas.

„Stay humble?“

Fünf Minuten später darf auch ich rein. Die junge Frau steht nun mit einer Kollegin und einem Kollegen hinter dem Facebook-Empfangstresen. „Mit wem darf ich sprechen?“ Sie zuckt die Schultern: mit niemandem. Ich staune. Kafka kommt mir in den Sinn: im weltweit führenden Unternehmen für die Kommunikation zwischen Menschen im Internetzeitalter findet sich niemand (außer der Empfangsdame), der ansprechbar wäre, der mit mir kommunizieren mag? An der Wand läuft ein Flachbildfernseher. Wahrscheinlich ein Motivationsfilm für die Facebook-Angestellten. Ein Slogan dabei: „We are going to build technology that fundamentally brings people together.” Ein anderer Spruch hängt gerahmt an der Wand: “Stay humble!”, also: „Bleib demütig!“

Wem gegenüber sollen die Angestellten, wem gegenüber soll ich demütig bleiben? Der großen Maschine Facebook? Einer Maschine, die all unsere Ideen, unsere Vorlieben, all unsere Privatfotos aufsaugt? Die sie dann in Algorithmen zerlegt und umrechnet, um sie dann an die Werbebranche zu verkaufen? Zu den Funktionsprinzipien dieser Maschine gehört, dass hasserfüllte, menschenverachtende, beleidigende, demagogische, zu Gewalt aufrufende Kommentare hingenommen werden. Der Vorschlag eines Facebook-Nutzers, Asylbewerber doch am besten mit dem Lkw zu überrollen, entspricht – das hat der Medienjournalist Thomas Lückerath jüngst öffentlich gemacht – den „Gemeinschaftsstandards“ des großen Gesichtsbuches. Und anders als Medienunternehmen wie „Der Spiegel“ oder „Die Zeit“ muss Facebook nicht darauf achten, was denn auf der eigenen Plattform alles gepostet wird. Nein, nach Demut ist mir so gar nicht zumute. Eher danach, mir einen offiziellen Termin bei Facebook-Deutschland zu holen, um ein Interview zu diesen – in meinen Augen – Seltsamkeiten zu vereinbaren.

Am Ende erfolgreich

Und was wurde aus dem Foto, wegen dem ich meine Schnitzeljagd begonnen hatte? Es ist gelöscht. Entweder, weil die „Melde“-Funktion auf Facebook tatsächlich funktioniert hat. Oder, weil ich am Empfangstresen des Internet-Riesen ein Beschwerde-Formular ausfüllen durfte, das die junge Facebook-Mitarbeiterin dann nach Kalifornien ins Headquarter geschickt hat. Per Fax, ganz altmodisch.

Ich bin gespannt auf meinen nächsten Besuch bei Facebook in der Caffamacherreihe in Hamburg. Und ich hoffe, dass die Menschen hinter Facebook Deutschland den Spruch erst nehmen, der direkt am Empfangstresen auf einem Nelson Mandela-Poster steht: „Open all doors!“ – Wobei die Frage bleibt, was genau damit gemeint ist: „Öffnet alle Türen in unser Unternehmen“ oder „Öffnet alle Wohn-, Schlaf-, Badezimmer- und Küchentüren unserer Nutzer, unseres Nutzviehs!“?

Kommentare zu diesem Beitrag (28)

  1. Moritz Kircher | 17. August 2015, 20:12 Uhr

    Nicht nachvollziehbar

    Sehr geehrter Kollege Schröder,

    Es gibt so vieles, für das man Facebook kritisieren kann und soll. Was Datenschutz angeht. Was den laschen Umgang mit Hetzposts und den „Gemeinschaftsstandards“ angeht. Aber die Mailadresse der Pressestelle zu finden, ist nun wirklich nicht allzu schwer. Da so einen Aufriss zu machen, kann ich nicht nachvollziehen.
    Ich hatte einmal mit der Pressestelle zu tun. Fragen geschickt, am nächsten Tag kam eine Mail und ein Rückruf, womit ich die Gelegenheit hatte, im Gespräch nachzuhaken. Die meisten Bundes- und Landesministerien sind da sehr viel zugeknöpfter und viel mehr „Festung“ als Facebook.

  2. Andre | 14. August 2015, 16:01 Uhr

    Kontaktierbar

    Ich hatte eine Morddrohung angezeigt, die entsprach aber auch den Community-Standards. Jede Website muss doch in Deutschland ein Impressum haben. Wie ist das bei Facebook?

    Immerhin gibt es in Brüssel eine Lobbyistin von Facebook, die Sozialdemokratin Erika Mann, die Jahre lang im Europaparlament für die SPD saß.

    Und es gibt Max Schrems, der es irgendwie geschafft hat, die Firma zu verklagen.

  3. Stefan | 13. August 2015, 22:30 Uhr

    Ich habe bereits User...

    … mit Bildern von Hakenkreuz-Tatoos und anderem menschenverachtenden Kram bei Facebook gemeldet. Auch dies entsprach alles den Richtlinien von Facebook, ich wurde gebeten, mich persönlich an entsprechende User zu wenden. Meine Anfrage, was man denn in Richtung Rechtsextremismus auf Facebook veranstalten müsse, um sich nicht mehr im Rahmen der Richtlinien aufzuhalten, ist seit einigen Wochen unbeantwortet geblieben.

    Darum vielen Dank dafür, den Blick auf dieses Thema gelenkt zu haben!

  4. Heikor | 13. August 2015, 21:30 Uhr

    Muss gestehen, dass ich dieses Verhalten fuer sehr viel nachvollziehbarer halte als die gleiche Haltung bei einem Mobilfunkunternehmen, bei dem es immerhin nicht um so eine aufgesetzte Lapalie geht wie hier, sondern um echtes Geld in Milliardenhoehe.

    Eine Art von Ehrpusseligkeit, die dem Thema Rechtsextremismus nicht angtemessen ist. Man kammt nicht weiter, wenn man solchen Dingen nachgeht. Immerhin wird der DLF auf diese Weise thematisiert. Und dass Redakteure sich wundern, wenn genauso zurueckgepeobelt wird, wie vorher gepoebelt wurde, finde ich eher lustig. Das ist nur das natuerliche Risiko des Redakteurs. Soll er sich den Thema eben vernuenftiger naehern.

  5. Falk Hedemann | 13. August 2015, 15:31 Uhr

    Wenn selbst die Konkurrenz in Form von Google Maps über die Eingabe von „Facebook Hamburg“ die richtige Adresse findet und Suchende ohne Umweg ans Ziel navigiert, erscheint dieser Beitrag leider in einem etwas naiven Licht. Sorry. Vielleicht sollten Sie auch noch mal die tags „Facebook“ & „Rechtsextremismus“ überdenken.

    • Axel Schröder | 13. August 2015, 15:50 Uhr

      Selten zuvor haben sich so viele User auf die Suche nach FB Deutschland gemacht… Vielen Dank für die Ratschläge! Zu den Tags: der Blogeintrag handelt u.a. davon, wie FB mit rechtsextremen, menschenverachtenden Posts umgeht.

      • Falk Hedemann | 13. August 2015, 21:57 Uhr

        Tatsächlich war ich erst am Dienstag dort, erstmalig. Hingefunden habe ich eben über den erwähnten Kartendienst.
        Für mich geht es hier nur am Rande um den Anlass für den Facebookbesuch und ihn auf die tags „Facebook“ und „Rechtsextremismus“ zu reduzieren, wird dem Inhalt nicht gerecht.

        Übrigens gab es in dieser Woche auch einen interessanten Vorfall mit einem gefakten Profil der oben angesprochenen Anja Reschke. Auf dem Profil wurde behauptet, Facebook habe das Kommentar-Video gelöscht. Der Aufschrei war erwartungsgemäß groß und ich fragte bei Facebook nach. Eine Minute später bekam ich die Auflösung direkt von Facebook mitgeteilt. Später gab es zusätzlich noch eine erklärende E-Mail – beides übrigens aus Hamburg.

        Es gibt also solche und solche Fälle. Vielleicht suchen Sie einfach nochmals unvorgenommen den Kontakt und das Gespräch mit Facebook?

        Übrigens finde ich es seltsam, dass ich hier meine E-Mail-Adresse angeben muss, aber dann bei Antworten keine Benachrichtigung bekomme. Rechtlich bedenklich ist die Tatsache, dass ich meine eingetragene E-Mail-Adresse nicht bestätigen muss. Das Double Opt-In-Verfahren sollte sich eigentlich rumgesprochen haben.

        • Axel Schröder | 13. August 2015, 22:51 Uhr

          Lieber Falk Hedemann,
          tatsächlich wird sich der Deutschlandfunk in Bälde dem Thema Facebook / Datenschutz / Meinungsfreiheit in der Breite widmen, die das Thema verdient hat. Unterm Strich habe ich nach all den vielen Kommentaren den Eindruck, dass mein Blogeintrag zwar einen Nerv getroffen hat, er aber einige Leserinnen und Leser – besonders diejenigen, die sich schon seit Jahren mit dem Thema Facebook / Social Media auseinander setzen – auch enttäuscht hat. Woran mag das liegen? Vielleicht daran, dass der Eintrag auf unserer Plattform „Korrespondenten bloggen“ veröffentlicht wurde. Hier finden Sie Geschichten aus dem Alltag der Landeskorrespondentinnen und Landekorrespondenten des D-Radios. Es handelt sich nicht um akribisch recherchierte, lange geplante Hintergrundberichte. Ich habe als Hamburger Landeskorrespondent geschrieben, nicht als Experte des Deutschlandfunks für Social Media. Und ich war denn auch sehr erstaunt, welche Resonanz dieser Blogeintrag hatte. Vor diesem Hintergrund wird sicher klar, dass ich dabei nicht den Anspruch hatte, das Thema Facebook / Datenschutz / Meinungsfreiheit / etc. in all seinen Facetten zu beleuchten, sondern – ganz subjektiv – meine Erlebnisse bei der Suche nach FB zusammengefasst habe. Genau das ist der Sinn und Zweck des Blogs, der sich damit vom Programm des Deutschlandfunks klar unterscheidet. Herzliche Grüße, AS

          PS: Ihren Hinweis zum Double-Opt-In-Verfahren habe ich weitergeleitet. Danke dafür!

        • Horatio Nomulgondula | 14. August 2015, 11:04 Uhr

          Double Opt-In

          Ich bin kein Experte (also Jurist), mein Laienverständnis ist: da über neue Kommentare eben nicht benachrichtigt wird, liegt kein Abonnement vor und damit auch kein Zwang zum Double Opt-In.

          • Falk Hedemann | 14. August 2015, 22:31 Uhr

            Wozu gebe ich hier denn meine E-Mail-Adresse an, wenn es keine Benachrichtigungen gibt? Die Antwort auf meinen ersten Kommentar habe ich z.B. nur zufällig entdeckt. Wenn das hier ein Blog sein soll, sollte es auch wie ein Blog funktionieren.

  6. Christian Fritschen | 13. August 2015, 13:25 Uhr

    Open all doors

    …bedeutet nach Facebook-Lesart vermutlich eben auch, die Meinungsfreiheit hochzuhalten,seien manche Kommentare aus Sicht
    einzelner User auch noch so verächtlich und hasserfüllt.

  7. D. Neumann | 13. August 2015, 13:01 Uhr

    Nicht gespannt

    Super investigativ. Und nur ein kleines bisschen weltfremd. Ich höre jeden Tag gerne Deutschlandfunk. Aber bei technischen Themen kringeln sich mir meist die Zehennägel vor Fremdscham. Die Kommentare oben haben alles Wesentliche gesagt. Auf Ihren nächsten Besuch bei FB nicht gespannt: D. Neumann.

  8. Horatio Nomulgondula | 13. August 2015, 12:03 Uhr

    Seltsam

    Liest sich für mich leider auch wie: „Ich habe berechtigterweise einen Beitrag auf dem extra dafür vorgesehen Weg gemeldet. Der Beitrag wurde dann entfernt.

    Weiterhin habe ich noch viel anderes Zeug gemacht, dass nichts damit zu tun hatte und genauso unangenehm wie überflüssig war.“

    Es ist ein bisschen so, als wäre ich nun zu einer beliebigen Adresse des Deutschlandfunks getingelt, um dort um ein Post-It und Kuli zu bitten, womit ich dann einen Kommentar zu Ihrem Blogeintrag verfassen wollte.

    • Axel Schröder | 13. August 2015, 12:17 Uhr

      Ich denke, dass Sie beim Deutschlandfunk auf eine offenere Atmosphäre treffen werden. Die Telefonnummer ist überall und einfach im Netz verfügbar. Und der Hörerservice reagiert auch sehr prompt. Hier Äpfel, da Birnen.

      • Horatio Nomulgondula | 13. August 2015, 13:03 Uhr

        Äpfel und Birnen sind beides einheimisches Kernobst – ich halte das für eine ausgezeichnete Basis für einen Vergleich. Nun – was die Offenheit der Atmosphäre angeht: da bin ich in beiden Fällen geneigt Ihrem Wort zu Glauben. Allein: „die gleiche offene Atmosphäre wie beim Deutschlandfunk“ ist Ihnen aber auch niemand verpflichtend schuldig, vor allem da man „Atmosphäre“ im hier gebrauchten Sinne so schlecht messbar ist.

        Ich denke nicht nur Facebook reagiert irritiert, wenn man mit einem Anliegen, für welches es einen denkbar einfachen Standardprozess gibt, an der falschen Stelle aufläuft. Den Lohnsklaven vor Ort juckt es dann einfach nicht. Daraus die „Festung Facebook“ abzuleiten, halte ich aber für gewagt. Bei allen Standorten aller Unternehmen, die die keinen Publikumsverkehr haben, hätte Ihnen leicht mit jedem beliebigen Anliegen das gleiche passieren können.

        Dass der (vermeintlich?) richtige Ansprechpartner nicht leicht zu finden ist, ist ein berechtigter Kritikpunkt. Ob ein Unternehmen verpflichtet ist, diese Info „leicht“ zugänglich zu machen, oder ob es nur guter Stil ist, weiß ich nicht.
        Ganz unmöglich scheint es jedenfalls nicht zu sein – ich lese hier „eigentlich jeder Journalist“ hätte diese Information.

        Der eigentlich beste Ansprechpartner – nämlich der Meldebutton – ist unmittelbar zu finden, leicht zu betätigen und funktionierte. Alles andere erscheint mir hausgemacht und vor allem – wie gesagt – nicht Facebook-spezifisch. Festung Telekom, Festung Siemens, Festung Bosch, Festung Deutschlandfunk? Die Situation, dass sich ein beliebiger Mitarbeiter nicht so verhält, wie ich es mir im gegebenen Moment wünsche, lässt sich sicherlich überall herbeiführen.

        • Wolfgang Debus | 13. August 2015, 15:20 Uhr

          anonym?

          wer sich versteckt (auch hinter einem erdachten Namen), hat etwas (was?) zu verbergen
          Wenn ich facebook nutze, wenn ich Kommentare abgebe, kann jeder leicht herausfinden, wer da geschrieben hat. Das müsste überall und immer zur Pflicht werden. Dann würden viele Kommentare nicht auftauchen, womit wir uns das Leben gegenseitig schwer machen.
          Meinungsfreiheit? ja! Aber auch Pflicht zur Verantwortung über Wort und Tat!

          • Horatio Nomulgondula | 13. August 2015, 16:04 Uhr

            Das ist erstens ein steile These und warum schreiben Sie das ausgerechnet als Antwort unter meinen Beitrag? Ich erkenne keinen inhaltlichen Zusammenhang.

  9. Robert | 13. August 2015, 11:27 Uhr

    Mehr Trolle als im Auenland

    Lieber Axel Schröder, Ihr Beitrag war sehr unterhaltsam und informativ für mich.

    Ich gehe davon aus, dass wir in fünf Jahren den ganzen Web 2.0 HyperMüll und die Myriaden von Trollen (wir nannten Sie früher Dumpfbacken) in einem Reservat des www vergessen haben. Und das normale Menschen nicht mehr auf jedes verbale Exkrement reagieren.
    Lass die Trolle sich gegenseitig überbieten! Beiseitetreten und ignorieren 🙂

  10. m1hausen | 13. August 2015, 11:27 Uhr

    Desktop Research hilft weiter, z.B. www.unternehmensregister.de

    Amtsgericht Hamburg Aktenzeichen: HRB 111963 Bekannt gemacht am: 12.03.2015 15:12 Uhr

    In () gesetzte Angaben der Anschrift und des Geschäftszweiges erfolgen ohne Gewähr.

    Veränderungen

    12.03.2015

    HRB 111963:Facebook Germany GmbH, Hamburg, Objekt Großer Burstah 50-52, 20457 Hamburg.Änderung zur Geschäftsanschrift: Caffamacherreihe 7, Brahmsquartier, 20355 Hamburg.

  11. kdm | 13. August 2015, 10:18 Uhr

    Wir befinden uns im Jahre 2015 n. Chr.. Die ganze Welt ist von Deppen besetzt…

    Ich war nie auf Facebook, ich bin nicht bei Facebook und ich werde nie bei Facebook sein.
    Von Anfang an war mir klar, was die sind und was die wollen. Und ein klar denkender Mensch macht da eben nicht mit. Aber MIllionen mögen’s und lassen sich einfangen.
    Alles Deppen? fragt man sich da. Alle, sogar kritische Zeitungen haben auf ihrer Website unkritisch dieses Facebook-Logo.
    Alles Deppen? Die Blödzeitung ist die am meisten verkaufte Tageszeitung in Deutschland. Dem verlogenen TV folgen noch mehr Millionen. Und bei Facebook sind wieviele Millionen? Deppen allerorten.
    .
    Die ganze Welt ist von…? Nein! Ein paar von Unbeugsamen bevölkerte Websites hören nicht auf, dem Eindringling, Datensammler & Datenverkäufer & USA-Geheimdienst-Zuarbeiter Widerstand zu leisten.

    • pjebsen | 14. August 2015, 17:31 Uhr

      Jetzt mal halblang, kdm!

      @kdm, auch klar denkende Menschen, die wissen, worum es bei Facebook geht, können dort ohne Problem mitmachen. Es liegt ja an einem selbst, was man wie mit wem teilt.

  12. Marc Kowalsky | 12. August 2015, 22:21 Uhr

    Pressestelle Facebook

    Hallo Kollege vom Deutschlandfunk,

    die Pressestelle von Facebook Deutschland kennt eigentlich jeder Journalist, der nicht zum erstenmal über Social Media schreibt. Ich helfe Ihnen gerne weiter. Bei Bedarf einfach PM an meine mail-Adresse (die haben sie ja nun).

    Gruss Marc Kowalsky

    • Axel Schröder | 13. August 2015, 11:11 Uhr

      Lieber Kollege Kowalsky,
      vielen Dank für das Angebot. Mittlerweile habe auch ich die Kontaktdaten der FB-Pressestelle. Nur: auf den Seiten von FB selbst findet man die Mailadresse der Pressestelle nur nach einigem Suchen, ebenso gut versteckt wie die Feinheiten zum Datenschutz bei FB. Eine Telefonnummer fehlt ganz. AS

  13. FB-Intern | 12. August 2015, 19:46 Uhr

    FB- Deutschland sitzt in Irland. Hamburg ist nur für Werbung …etc.. zuständig.

    • FB-Extern | 13. August 2015, 13:57 Uhr

      „FB-Deutschland sitzt in Irland.“

      Schöner kann man das Problem in einem kurzen Satz nicht zusammenfassen.

  14. Gerald Weber | 12. August 2015, 18:31 Uhr

    Mihmimimimimiiih!

    Habe öfter wirkliche Hetzposts, Pornographie etc. bei FB gemeldet. Wurde alles gelöscht. Null Problem. Der Herr Qualitätsjournalist Schröder ist wohl allerdings angep*sst, weil ihm nicht der „NÖTIGE RESPEKT VOR DEM GROSSEN JOURNALISTEN“ *immitiere einen bekannten Schurrrrrbarrrttrrrägerrrr* entgegen gebracht wurde. Tja, Dinosaurier sterben aus. Es lebe das freie Internet! 😀 😀 😀 Und zum Abschied noch ein *LOL* Such Dir einen Job! Vielleicht bei Google??? 😉

    • Axel Schröder | 13. August 2015, 11:04 Uhr

      Lieber Gerald Weber! Gut, dass Sie bislang keine Probleme mit Löschungen bei Facebook hatten. Und nein: bei der Vermutung „größenwahnsinniger Autor vermisst den ihm gebührenden Respekt“ liegen Sie falsch. Womit ich ein Problem habe, steht in meinem Blog-Eintrag.