Berlin, Medien
Screenshot: http://www.bild.de/politik/ausland/alexis-tsipras/das-sollen-die-griechen-alles-kriegen-39507540.bild.html
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27.01.2015

„Bild“ verrechnet sich mit griechischen Milchmädchen

Von

Dass „Bild“ in den vergangenen Jahren gern den griechischen Teufel an die Wand gemalt und alle Hellenen zu „Pleite-Griechen“ erklärt hat, ist kein Geheimnis. Nachdem es in der Vergangenheit kaum mehr „Schreckensmeldungen“ aus Griechenland gab, stürzt man sich nun auf das neue Feindbild aus Athen: Den linken Ministerpräsidenten Tsipras. Dafür sind sich die „Bild“-Autoren auch nicht zu schade, die Milchmädchenrechnung von Syriza bewusst falsch zu verstehen und eine ganz eigene Arithmetik zu erfinden.

„ALEXIS TSIPRAS‘ WAHLVERSPRECHEN KOSTEN UNS 20 MRD. EURO“

Mit aller nur denkbaren Abscheu erweckt „Bild“ heute den Eindruck, die Wahlversprechen des neuen griechischen Ministerpräsidenten Tsipras könnten nur zu Lasten des deutschen Steuerzahlers umgesetzt werden:

 

Screenshot: http://www.bild.de/politik/ausland/alexis-tsipras/das-sollen-die-griechen-alles-kriegen-39507540.bild.html

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Minutiös listet das Blatt die Wahlversprechen von Alexis Tsipras auf und erweckt den Eindruck, als würden die Griechen in Saus und Braus leben – und das auf Kosten des deutschen Steuerzahlers. Vor lauter Galle, die die Autoren beim Schreiben gespuckt haben müssen, haben sie allerdings einige Fakten verdreht. Das beginnt schon bei der genannten Summe von 20 Milliarden Euro. Laut „Bild“ hätten „Experten“ diese Summe errechnet. Welche, das verraten die Autoren nicht. Und das könnte einen einfachen Grund haben:

Addiert man die einzelnen Posten des Wahlprogramms von Tsipras‘ Syriza-Partei, so kommt man auf 11,382 Mrd. Euro – großzügig gerundet 12 Mrd. Euro. Genau diese Zahl ist auch den Autoren nicht ganz unbekannt. Eine Nachfrage beim Kieler Institut für Wirtschaftsforschung, das für die zweite genannte Zahl als Quelle angegeben wird, ergibt: Ein „Bild“-Redakteur hatte sich dort gemeldet und eine Anfrage gestellt: Wie groß wäre die Summe von 12 Mrd. Euro umgerechnet auf die Bundesrepublik? „Bild“ kannte also die tatsächlich von Syriza geschätzten Kosten. Wohlwollend könnte man hier noch von einem (wiederholten) Tippfehler ausgehen – oder davon, dass 20 einfach viel besser klingt als zwölf…

Diese zwölf Milliarden sollten die Wirtschaftsexperten nun auf die Bundesrepublik umlegen. Guido Warlimont vom Institut für Weltwirtschaft Kiel erklärt auf Nachfrage, dass seine Kollegen dann anhand der Bruttoinlandsprodukte von Griechenland und Deutschland dieses Verhältnis von 12 zu 190 Milliarden Euro errechnet haben.

„Die Angabe diente der Illustration der Größenordnung im Vergleich mit Deutschland“ (Guido Warlimont)

Keineswegs sei das aber eine präzise Berechnung, dafür brauche es noch weitere Indikatoren. „Bild“ reicht das, um dem flüchtigen Leser gleich noch die Angst vor 190 Mrd. Euro Kosten unterzuschieben.

Um zu illustrieren, wie gut es sich die verschuldeten Griechen nach den Syriza-Plänen gehen lassen wollen, folgt eine Liste mit Wahlversprechen, die „uns“ 20 Mrd. Euro kosten sollen. Dort tauchen dann Posten auf, die für den griechischen Staat keineswegs mit Kosten verbunden sind, wie die Erhöhung des Mindestlohnes von 580 auf 751 Euro pro Monat. Abenteuerlich geht es weiter:

 

Screenshot: http://www.bild.de/politik/ausland/alexis-tsipras/das-sollen-die-griechen-alles-kriegen-39507540.bild.html

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Was BILD verschweigt: Die Immobiliensteuern ENFIA (die unter der Regierung Samaras erfunden wurde) und auf alle Immobilien anfällt, egal ob die Besitzer damit Gewinn erwirtschaften oder nicht, wird durch eine neue Steuer ersetzt. Diese soll erst ab einem bestimmten Freibetrag fällig werden und nicht für den Erstwohnsitz gezahlt werden müssen. Kleine und mittlere Immobilien sind somit ausgenommen. Garantiert zahlen müssen hingegen Besitzer von Luxusimmobilien, für die die Steuer immer fällig wird. Aber so eine Differenzierung ist in „Bild“ wohl fehl am Platz.

Für BILD steht auf der „Geschenke-Liste“ auch der Punkt:

 

Screenshot: http://www.bild.de/politik/ausland/alexis-tsipras/das-sollen-die-griechen-alles-kriegen-39507540.bild.html

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Dass die griechische Wirtschaft wieder auf die Beine kommt und die Arbeitslosigkeit von über 25% sinkt, kann nur im deutschen Interesse als Kreditgeber sein. Für „Bild“ zählt das zu den „Geschenken“, die „uns“ Geld kosten werden.

Dabei sollen die sozialen Wohltaten keinesfalls wohlhabenden Griechen zugute kommen, die sich auf „unsere“ Kosten ausruhen, sondern den Menschen, die unterhalb der Armutsgrenze leben, keine Aussicht auf einen Job haben und sich nicht einmal mehr eine Krankenversicherung leisten können. „Bild“ pflegt aber lieber das Narrativ von den faulen, gierigen Griechen, die den hart arbeitenden Deutschen auf der Tasche liegen. Und dann kann man zwischen den Zeilen förmlich herauslesen, wie sich die Autoren voller Entsetzen an den Kopf schlagen:

 

Screenshot: http://www.bild.de/politik/ausland/alexis-tsipras/das-sollen-die-griechen-alles-kriegen-39507540.bild.html

Screenshot: http://www.bild.de/politik/ausland/alexis-tsipras/das-sollen-die-griechen-alles-kriegen-39507540.bild.html

 

Ja, das soll dem Staat sogar Mehreinnahmen bringen, sagt Tsipras! Frechtheit! Da hat dieser Schuft auch noch die Chuzpe, von Mehreinnahmen zu sprechen!!!!einself!111!!!!

Dass Tsipras sogar mit noch viel mehr Geld rechnet, erfährt der „Bild“-Leser nicht. Wenn „Bild“ allerdings so auf die von Syriza geschätzten Kosten vertraut und diese fleißig zusammenrechnet, gehört es auch dazu, die geschätzten Einnahmen nicht einfach unter den Tisch fallen zu lassen. So soll laut Syriza-Wahlprogramm allein das Eintreiben von Schulden gegenüber dem griechischen Staat und den Sozialversicherungen rund drei Milliarden Euro einbringen. In der Summe geht Syriza sogar davon aus, dass am Ende ein Überschuss bleibt: Kosten von 11,382 Mrd. Euro stehen geschätzten Einnahmen von 12 Mrd. Euro gegenüber – ein Plus von 618 Mio. Euro! Nähme man also die durchaus zu hinterfragende Milchmädchenrechnung von Syriza ernst – wie „Bild“ es zumindest bei den Kosten getan hat – müsste die Dachzeile eher lauten:

„ALEXIS TSIPRAS‘ WAHLVERSPRECHEN KOSTEN UNS NICHTS.“

Der Vollständigkeit halber: „Uns“ (also vermutlich die „Bild“-Leser) kosten die Wahlversprechen von Alexis Tsipras sowieso erst einmal gar nichts. Erst einmal trägt der griechische Staat diese Kosten. Nur wenn der bankrott gehen, und damit die von Deutschland gegebenen Kredite ausfallen sollten, könnte der deutsche Steuerzahler tatsächlich etwas zahlen müssen. Momentan jedenfalls verdient Deutschland an den Griechen, die fleißig ihre Zinsen zahlen.

„Bild“ pickt sich die Rosinen heraus, die in ihre politische Agenda passen und ignoriert die Fakten, die dem entgegenstehen. Ganz nach dem Motto „Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt“. Das entlarvt einmal mehr, dass für „Bild“ nicht die Information, sondern die Empörung im Mittelpunkt ihrer „Arbeit“ steht. Aber warum sollte man seine Leser auch mit störenden Fakten ablenken, wenn die sich gerade so schön aufregen.

Dem ganzen ekelhaften Zynismus setzt nur noch „Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann mit seinem Tweet eins drauf: Trotz Millionen Griechen unter der Armutsgrenze sorgt er sich mehr um sein iPhone.

 

Screenshot: https://twitter.com/KaiDiekmann/status/559817002303627264

Screenshot: https://twitter.com/KaiDiekmann/status/559817002303627264

 

Kommentare zu diesem Beitrag (27)

  1. Anna | 28. Januar 2015, 14:43 Uhr

    übertrieben

    Also alles schön und gut aber die griechen als faul zu bezeichnen find ich jetzt mal übertrieben wir griechen die hier leben arbeiten auch und das seit jahren ! Das volk kann ja nix dafür das es keine arbeit gibt ihr denkt auch es macht ihnen spass auf der strasse zu leben ??
    Es sind einige Kommentare jedes mal über die griechen da könnt ich mich übelst aufregen !!!

  2. Panagiotis | 28. Januar 2015, 17:12 Uhr

    Dankeschön Herr Thomas Otto

    Ich möchte mich als erstes bei dem Autor Herrn Otto bedanken, für diese Journalistische Glanzleistung in diesem Bericht! Ich finde es traurig, dass so viele Menschen in Deutschland diesen Mist „BILD“ lesen. Es hat garnichts mit Journalismus zu tun und ist einfach nur eine Hetze, in dem Fall sind es die Griechen! Heute sind es die Griechen, morgen ist es jemand anderes! Die Zeilen, die auf diesem Papier bedruckt werden, sind nicht mal die Farbe wert geschweige das Blatt. Es hätte eine bessere Verwendung als Toilettenpapier. Bin selber Grieche und bin in Deutschland aufgewachsen. Leider habe ich feststellen müssen, dass seit dem die Krise in Griechenland begonnen hat, hat sich die „BILD“ mächtig ins Zeug gelegt in Sachen „Griechenhetze“ und uns Griechen ein schlechtes Image verpasst. Leider auch denen die hier in Deutschland leben und aufgewachsen sind. Um hier dieses Thema nicht weiter auszurollen möchte ich zum Schluss kommen. Eine Bitte habe ich dennoch an die die „BILD“ lesen. Bitte holt euch eure Informationen und Neuigkeit nicht aus der „Bild“ es gibt echte Zeitungen, die wesentlich ehrlicher Berichten. DANKE! :)

    • Andreas | 30. Januar 2015, 15:59 Uhr

      Diese Zeitung gehört verboten, es wird schon immer absichtlich, die Tatsachen verdreht und das griechische Volk, als Faulenzer und Betrüger dargestellt!!!!

  3. Griechos Radikalis | 28. Januar 2015, 18:45 Uhr

    Griechen liegen den Deutschen auf der Tasche

    Nun , in solchen Zeiten des Regierungswechsels in GR
    wird sich mal wieder aufgeregt und man befürchtet das hoch und heilig verdiente BRD Geld.
    Das es aber in Wirklichkeit nur Buchwerte waren die u a DEU geleistet hat und die Griechen jetzt eigentlich nur die Zinsen bezahlen davon redet keiner.
    Na klar…. Geschäft ist Geschäft sagt der Eine……
    Ein gemeinsames Europa der andere…..
    Was denn nun?
    Wollen wir mit unseren Partnern Geschäfte machen die die Bevölkerung
    aushungern lassen ? Ist doch klar das dann die Menschen aus den verarmten Ländern zu uns kommen und hier dann für Lau arbeiten wollen…..
    Aber das wollen wir ja eigentlich auch nicht.
    Am liebsten nur Geschäfte machen ….. und die Tore verschliessen…
    Im Sommer aber 14 Tage auf Kreta buchen…..
    Damit zeigen wir uns ja solidarisch zu unseren EU Partnern und denken
    wir helfen denen….indem wir vorher natürlich die Preise verglichen haben und nach deutscher Sparmanier am Besten noch 10 Monate vorher gebucht ( damit wir ja nicht 30€ mehr bezahlen)…
    Aber wir helfen ja.
    Und was machen denn diese Leute nach der Sommerperiode?
    Hmmmm vielleicht Olivenkerne lutschen ??
    Heute ist es GR morgen die Spanier und übermorgen die Bulgaren
    Das ist vorprogrammiert.
    Lasst die neue Regierung erstmal machen.
    Die haben es geschafft die über Jahre herrschende Sipp und Seilschaftspolitik abzuschaffen. Mein Respekt!
    Mit Jeans und Sakko zur Vereidigung – das hat Stil
    Da ist Bewegung drin- da ist Feuer drin.
    Außerhalb der Norm. Norm? Gibts ja in GR nicht
    Also gibts auch kein Dresscode Quatsch.
    Es ist höchste Zeit die Ärmel hochzukrempeln.
    Und das machen die Jungs.
    Ich hoffe die können sich behaupten und werden nicht vom Lobbyismus gefressen.
    Aber das wird sich zeigen.
    Viel Glück Jungs ! Άντε με το καλό !
    Ich selber bin GR der hier vir 40 Jahren geboren wurde , deren Eltern vor 53 Jahren mit einem Gastarbeitervertrag gekommen sind.
    Ich hab lange zwischen zwei Stühlen gesessen.
    Jetzt hoff ich auf die Neue Regierung damit diese negativen Schlagzeilen endlich verschwinden.
    Man sollte immer fair bleiben.

  4. Anonymous | 28. Januar 2015, 22:03 Uhr

    Jeder weiß das Bild ein Maskottchen ist. Dieser Erzählung sind frei erfunden. Die Bild hat in den vergangenen Jahren stark an Auflage verloren.Das weißt auch der Chefredakteur von Bild

  5. Anonymous | 28. Januar 2015, 22:50 Uhr

    Also das ist würklich übertrieben!!! Da muss doch erstmal Deutschland
    Ihre schulden Zahlen an denn Griechen vom 2 weltkrieg, da sind ja die schulden Viel mehr als das was die Griechen bekommen haben!!! Und die Griechen in Deutschland Arbeiten Viel mehr als die DEUTSCHEN, da muss die Bildzeitung aufpassen was die schreiben also es Leben so viele Griechen in Deutschland alleine der verlust was die Bild haben wird da sicher kein Grieche die zeitung kaufen wird!!!

  6. George | 29. Januar 2015, 10:37 Uhr

    Es freut mich dass es noch Journalisten die ihren Berufstitel verdienen. Danke für diesen Beitrag. Die Mainstream-Medien haben leider eine komplett andere Agenda und das traurige ist dass die Mehrheit der Bürger alles einfach ohne kritisch nachzudenken, schlucken.

  7. SATYROS | 29. Januar 2015, 11:18 Uhr

    mein antwort ist genau von eine deutsche wirtschafthistoriker….der herr ALLBRECHT RITSCHL…

    http://ml.spiegel.de/article.do?id=769052

    DIE GRIECHEN HABEN VIEL FILOTIMO““ABER BIS WANN….WIR HABEN AUCH GRENZEN…

    MFG
    GREEK SATYROS

  8. Anonymous | 29. Januar 2015, 11:23 Uhr

    informationen könnt ihr euch gerne hohlen wenn ihr mal nach griechenland reist. und euch die sachen selbst anschaut und mit dem leuten diskutiert. es ist schade das medien es schaffen uns gegenseitig unsipatisch zufinden.

  9. Greece4Europe | 29. Januar 2015, 13:24 Uhr

    Immer das Gleiche!

    Langsam reicht es!
    Das Deutschland der größte Nutznieser ist in der Krise in den Euroländern wird nie erwähnt! Immer diese negative Propaganda wegen den faulen Griechen! Nicht mal Politiker wissen 100% um was es überhaupt geht! Es geht üm Bürgschaft, Staatsanleihen und nicht wie gesagt um bares Geld! Keine Frage Geld würde den Bürgern helfen, von denen der größte Teil der Bürger von mit unter 300€ im Monat leben muß, aber die Preise der Grundnahrungsmittel höher sind als in Deutschland!
    Man muss sich nur fragen, was hat Deutschland an der Krise verdient seit 2008? mehrere Billionen Euro! Für was hat Deutschland gebürgt? Für ca 7.83 Mrd…wie groß ist die Gewinnspanne zu Lasten anderer?
    Diese Griechenhass muß aufhören von seiten der BILD…Griechenhaß fördert bei den Leuten auch Angst um z.B. das Land zu besuchen, schürt Vorurteile usw…

    Hochachtungsvoll G4E

  10. Anastasia | 29. Januar 2015, 17:52 Uhr

    Das alles was er versprochen hat könnte er auch von dem Geld zahlen was Deutschland uns noch schuldet als wir gezwungen worden euch zu leihen .OOOHHHH leider hat Deutschland den Kredit niemals an Griechenland abgezahlt .

  11. Bernd Henneberg | 29. Januar 2015, 20:49 Uhr

    Ueble Nachrede

    Erfuellt dieser Beitrag nicht Tatbestand der Ueblen Nachrede?

  12. Anonymous | 30. Januar 2015, 0:42 Uhr

    bild wie viel geld hat kassiert das die diese mist schreibt und zwar gezielt ? . bis griechenland erloschen wird wir wiessen auch die quelle woher das geld kommt . mach nur weiter so es wird euch nicht gelingen .?

  13. Aus Griechenland | 30. Januar 2015, 10:25 Uhr

    Unzivilisiert

    Erstens will ich mich entschuldigen für die Rechtschreibung die folgt… Ich habe seit 15 Jahren kein Deutch geschrieben… den Ich lebe „Gott sei Dank“ seit 15 Jahren in Griechenland…

    ALSO… Ich bin in Deutschland aufgewachsen, ich war in der deutschen Schule und meine Basis als Mensch ist ½ die deutsche Mentalität [zum Glück nur Dinge in arbeiten organisieren]… Früher war ich stolz über meine deutsche Mentalität, aber seit die Kriese hier in Griechenland begonnen hat und ich die Kritiken den Deutschen und denen „Journalisten“ wie Bild sehe SCHÄME ich mich… Wie kann man nur so unzivilisiert und ungebildet sein?

    Vielleicht sollen manche wissen dass…

    1) Deutschland hat im 2 Weltkrieg Griechenland ruiniert!
    Nach den Krieg waren aber die Griechen nicht verhungert sondern die Deutschen. Die Griechen haben Griechenland UND Deutschland wieder aufgebaut.

    2) 2010 hat Deutschland wieder Griechenland Ruiniert!
    a) Wir sind gefallen aber nicht besiegt, wir verhungern nicht den wir sind ein sehr stolzes Folk, und wir erlauben es nicht dass Leute [auch Die die früher 3000€ und 5000€ verdient haben] heute in den Straßen schlafen. Wir nehmen unsere Obdachlose (Freunde, Nachbarn und Verwandte) in unseren Häusern [ein Deutscher würde es NIE machen, er würde sich freuen das der „Scheiss Reiche“ in der Strasse schläft…]
    b) In ein paar Jahren werden die Griechen, Griechenland wieder aufbauen… Den Griechen verkraften alles aber nicht wen man ihnen das Haus wegnimmt…
    Dass hat Deutschland gemacht…

    ABER GRIECHENLAND HAT DEMOKRATIE!!!

    Und deshalb ist Tsipras gewählt worden!

  14. Anonymous | 30. Januar 2015, 11:20 Uhr

    Mein Kommentar dazu. …..habe auch viele deutsche kennen erlebt wie Fleiß geleistet wird z.b. Arbeitsunfähig bei jeder Gelegenheit gleich zum Doktor Und simulieren man sollte sich mal in Deutschland umschauen welcher Anteil an Arbeitnehmer ist bevor Vorurteile geschrieben werden! !!!!!!!!

  15. Theo | 30. Januar 2015, 15:42 Uhr

    BILD =????

    Γερμανοί σοβαρευτειτε!

  16. George | 30. Januar 2015, 17:30 Uhr

    Und wenn

    Nehmen wir mal alles was die Bild schreibt ist wahr.Was zum Teufel ist das problem,
    Ich bin Grieche und lebe in Griechenland.
    Seit begin der Kriese muss ich tag fuer tag zusehn wie ich zurecht komme.
    Und es ist nicht mai sicher ob ich morgen noch arbeit habe aber genug von mir kommen wir dazu was die bild so schreibt wenn das alles war sein sollte was es nicht ist Waehre das richtig gut Fuer das Griechische Volk.
    Das volk muss wieder einbischen durch atmen und das ist eine tatsache.
    Seit der kriese werden steuern erhoet neue Steuern eingefuert Famielien gehn zugrunde Selbsmorde steigen Und kinder werden in heimen untergebracht weil man nicht mehr Fuer sie sorgen kann.
    Die arbeitgeber Beuten einen aus weil wissen das mann den job braucht.
    Es wird zeit das dass ein ende hat.
    Und wir wieder leben wie es uns zusteht jeder Mensch hat das recht auf ein gutes leben
    und keiner darf das in frage stellen.
    Das Volk ist nicht schuld ander kriese sondern Die regierungen die es Ueber 40 jahre lang
    ausgebeutet hat,und wenn Die Eu Vewaltungen und die ganzen Abgeortneten besser Aufgepast Haetten Wahre es nie dazu gekommen.Der Herr der diesen artikel schreibt Hat kein plan was das Volk in Griechenland durch machen muss und wenn mann selbst nicht beteiligt ist Kann viel Scheiss Schreiben.Und trotzdem Wuensche ich dir Vollfosten Das du
    und dein Familie Nie das durch machen muss Was ich gerade mit meiner durch mache.

  17. thomai | 30. Januar 2015, 18:48 Uhr

    Ich meine,alle wissen längst worum es geht…natürlich nicht um die Rettung Griechenlands sondern um ihre weitere Unterwerfung..Nun sicher ist eins….die Griechen haben sich gegen die kapitalistischen Parteien gestellt…sie wollen wieder ihre Ehre und Stolz gewinnen..die Frage ist ,wie ein so kleines Land so ein großes .. Durcheinander hervorgerufen hat …..man fragt sich ist es möglich ?::OFFENSICHTLICH ….ich hoffe nur ,dass den GROSSEN klar wird ,dass wir als Bürger der EU auch Respekt fordern ….und nicht nur….viele Grüsse von einer optimistischen und eufreundlichen Griechin..

  18. Hliaxtida | 31. Januar 2015, 0:39 Uhr

    ????

    Hat sich mal jemand gefragt wie viele Griechen hier in Deutschland leben und seit so vielen Jahren Solidaritätszuschläge in Deutschland zahlen ?

    Die Griechen zahlen mehr für Deutschland als umgekehrt !

    Wie verblödet muss man doch sein das alles was Bild schreibt zu glauben !

    Die EU hat doch Jahrelang dazu beigetragen, dass Griechenland erst in diese Misere geraten ist.

    Ohne Worte … wie das Blatt so die Leser !!

  19. Was für eine Ehre | 31. Januar 2015, 1:40 Uhr

    Griechenland wieder Schlagzeile

    Es ist gar nicht so kompliziert. Die griechische Regierung hat sicher ein große Mitschuld am Enstehen der Schuldenlast aber:
    Wer mit Zins leiht, investiert. Wer investiert, riskiert. Wer den wählt, der falsch investiert, ist selbst Schuld. Wer denkt, seinen Gesellschafter wie einen Freelancer behandeln zu können, wird am Ende die Rechnung bekommen. Aber wer vergisst, wer ihm wann, und mit welchen Kosten einen 50%igen Schuldenschnitt gewährt hat, wird wahrscheinlich am Ende auch der Schuldige an der Katastrophe sein. Wer noch nicht von den sogenannten Partnern gezwungen wurde, Hungerslöhne um 20% zu kürzen und das dann auch noch für 2 Jahre rückwirkend und mit einer Ratenverrechnung die keine Gehaltszahlung für einige Monate bedeutete (um nur ein Beispiel zu nennen), weiß nicht wie vereint die EU in Wirklichkeit ist und braucht sich nicht über Wahlergebnisse und Extreme zu wundern.
    Ich respektiere sowohl den deutschen als auch sämtl. anderen Steuerzahler in Europa, akzeptiere aber nicht das im Namen der Stabilität des Euros, Versuche an mir erprobt werden, als wäre ich eine Ratte.
    Es kann nicht sein, dass das Geld der EU-Steuerzahler + Darlehen mit Zins + Todes-Spar-Programm + Reformen nach Merkel&Co Rezept (zwingend) … letztendlich eine ERHÖHUNG der Schulden um 35% in nur 5 Jahren bewirken. Schulden für die neu geliehen und an Zins verdient wird.
    Also damit wir das nochmal klar stellen: Ich darf wählen, aber Frau Merkel wird sauer wenn ich nicht das Richtige wähle? Zudem verdient Frau Merkel nen Haufen Geld am Geliehenen und zwingt mich gleichzeitig das gescheitertes Rezept weiterhin zu dulden und auszuführen? Und das nachdem ich hier nicht nur mein Einkommen, sondern meine grundlegenden Menschenrechte und meine Würde verloren habe? Hmmm… ich glaube nicht, dass ich da mitmache. Und ganz bestimmt werde ich für die Zutaten des tollen aufgezwungenen Rezepts, das mir fast ein Drittel mehr Schulden eingebracht, nicht alleine bezahlen. Es ist Schluss mit lustig!

  20. NIC | 31. Januar 2015, 19:09 Uhr

    Ja BILD hat imer was gegen Griechenland zu sagen.
    Ich frage mich aber was ist mit den Deutschen apfindungen von den 2 Weltgrieg wo Deutschland noch an Griechenland schuldet?
    Und wirklich warum tut sich Bild nicht um die hungerloehne von 8,50 Euro Bruto und die ausnutzung aller Arbeiter von den Leihfirmen?
    Aber natuerlich diese ausnutsung wollen sie auch in den anderen EU landern einfuehren und dan als gute Deutsche ihre Firmen in diesen Laendern zu bringen.

  21. Kostas | 1. Februar 2015, 0:52 Uhr

    Demokratie hat bei uns angefangen…..
    Revolution auch (jetzt)

  22. ChristianB | 2. Februar 2015, 18:40 Uhr

    Präziser Jounalismus, Hut ab Herr Otto.

    Herr Thomas Otto hat belegt, dass nach wie vor der Wahrheitsgehalt der Bild-Zeitung recht gering bis nichtig ausfällt, und in diesem Fall sogar tendenziös gefährlich ist. Mit der Griechenfeindlichkeit der Bild wurde ein enormer Schaden angerichtet, der auch für die deutsche Wirtschaft in die Millionen gehen dürfte. Als Staatsmedium wahrt der Deutschlandfunk mit solchen Berichten deutsche Interessen.

  23. Chrissa | 7. Februar 2015, 21:55 Uhr

    Ich

    freue mich daß es Deutsche gibt die die Wahrheit kennen und schreiben!
    Danke!!

  24. wicky | 15. Februar 2015, 8:47 Uhr

    Es sind Griechen die beim Aufbau Deutschlands geschuftet haben
    Es sind Griechen die Deutschland den Schuldenerlass gaben
    Wir Griechen haben Geschichte geschrieben und werden auch wieder schreiben
    Wir wollen nichts Geschenkt haben …doch veraschen lassen wir uns nicht

  25. Anna B. Lippmann | 14. Mai 2015, 22:51 Uhr

    Der kranke Euro

    Einstens trug Zeus als Stier verkleidet
    die Jungfer Europa durch die Flut.
    Nun ist Europa schon älter und leidet.
    Der Grund: Dem Euro geht es nicht gut.
    Diverse Ärzte stehen bereit
    um für den Patienten zu sorgen,
    doch zwischen ihnen gibt es Streit,
    die Banken wollen nichts mehr borgen.
    Der deutsche Arzt empfiehlt strenge Diät,
    der griechische meint, es sei alles zu spät.
    Ob Rettungsfonds, ob Eurobonds, man kann sich nicht entscheiden,
    was rettet unseren Euro nur und heilt die langen Leiden?
    Die Gesundheit der Währung liegt scheinbar
    in zitterigen Händen:

    Geld alleine macht nicht unglücklich-
    man muss es auch falsch verwenden.

    Die Euro – Länder im großen Bund laut Freundschaftslieder singen,
    doch im Geheimen wollen sie es gern einzeln zu etwas bringen.
    Auch mit den Briten läuft’s nicht ganz rund:
    Gott segne weiter das britische Pfund.
    Da fehlt wohl doch ein kluger Mann,
    der die Nationen einen kann –
    wie damals Karl, der Große,
    (der eines großen Reiches Gründer war,)
    sonst geht es in die Hose.

    Von wirren Gewalten wird die Welt gar wunderlich geleitet.
    Nicht Glück und Frieden, sondern Geld am Ende meist entscheidet.

    Einen guten Rat, ihr lieben Leute,
    den muss ich Euch noch geben:
    spart nicht zu viele Euros an,
    macht Euch ein schönes Leben.
    Auf diese Sache möchte ich,
    wie sagt man, insistieren:
    Wer nicht viel auf dem Sparbuch hat,
    kann auch nicht viel verlieren.

    Anna B. Lippmann